Der Heillge Benedikt Benediktinerkongregation von Subiaco
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Der Heillge Benedikt
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Benedikt, der Vater des westlichen Mönchtums stammt aus Nursia in Umbrien (heute Norcia, etwa 180 km nordöstlich von Rom) Geboren ist er um 480. Das Wenige, das wir tatsächlich über sein Leben wissen und das Papst Gregor d.Gr. etwa 50 Jahre nach seinem Tod im zweiten Buch der „Dialoge über das Leben der italischen Väter“ aufgezeichnet hat, basiert auf Erzählungen der Schüler des Heiligen.

Benedikt ist der Verfasser der nach ihm benannten Regel. Er hat sie für Klöster geschrieben, die einem „zönobitischen“, d.h. Gemeinschaftsleben in Gebet, Arbeit und Gastfreundschaft folgen. Die beiden bekanntesten und noch von Benedikt selbst gegründeten Klöster sind Monte Cassino und Subiaco. Im Lauf der Jahrhunderte breitete sich der Orden des hl. Benedikt mit Frauen- und Männerklöstern über alle Kontinente aus.

Nach dem Bericht Gregors d.Gr. wurde Benedikt als junger Mann zum Studium der freien Künste nach Rom gesandt. Benedikt gab das Studium bald auf, um sich einem Gott geweihten Leben zu widmen, zunächst für drei Jahr als Eremit in einer Höhle bei Subiaco (70 km östlich von Rom), dann als geistlicher Meister für Schüler, die sich um ihn geschart hatten. Als deren Schar wuchs, gründete er zwölf kleine Klöster im Gebiet um Subiaco.

Später übergab Benedikt die Leitung der Klöster um Subiaco Schülern und begann ein neues Kloster auf dem Monte Cassino, etwa 140 km südlich von Rom. In diesem neuen Kloster vollendete er die Regel und passte sie der konkreten Klosterfamilie an. Um 547 starb Benedikt - wenige Wochen nach seiner Schwester Scholastika, die, wie Gregor berichtet, „seit ihrer Kindheit“ Gott geweiht war. Benedikt und Scholastika wurden in Monte Cassino beigesetzt.

Schon vor seinem Tod wurde Benedikt wegen seiner Heiligkeit, seiner geistlichen Weisungen und seiner Wunder geschätzt und verehrt. Obwohl sein Leben und Wirken auf die weitere Umgebung von Rom begrenzt waren, fand er als Vater und Gesetzgeber des westlichen Mönchtums weite Bedeutung. Heute folgen tausende von Mönchen und Schwestern seiner Regel. Ihr klösterliches Leben ist geprägt vom Gebet und unterschiedlichster Arbeit. Zahlreiche Laien, sog. „Oblaten“, suchen ebenfalls Inspiration aus der Regel des Heiligen und richten Ihr Leben nach seiner Weisung aus.

Die Festtradition des Ordens kennt zwei Feste des Heiligen, den 21. März und den 11. Juli. Das Fest im März gedenkt des “transitus” - d.i. des Todes des Heiligen. Das Fest im Juli feiert Benedikt als Patron des Mönchtums der Westkirche. Die meisten Klostergemeinschaften feiern den 21. März als „Fest“ und den 11. Juli als „Hochfest“. Es gibt allerdings auch den genau umgekehrten Brauch. Das Fest der hl. Scholastika wird am 10. Februar begangen. In den Schwesterngemeinschaften hat es den Rang eines “Hochfestes”.

Am 24. Oktober 1964 erklärte Papst Paul VI. bei der Weihe der im Krieg zerstörten und wieder aufgebauten Abteikirche von Montecassino Benedikt zum Patron Europas. Papst Johannes Paul II. erhob 1980 die beiden Slavenapostel Cyrill und Methodius neben Benedikt zu Co-Patronen Europas. 1999 erweiterte Papst Johannes Paul II. den Kreis der Patrone Europas noch einmal um Katharina von Siena, Birgitta von Schweden und Edith Stein.

Sechs ehrende Titel des hl. Benedikt:

  • Pacis nuntius - Bote des Friedens
  • Unitatis effector - Architekt der Einheit
  • Civilis cultus magister - Lehrer für das brüderliche Miteinander
  • Monasticae vitae in Occidente auctor - Baumeister des westlichen Mönchtums
  • Religionis christianae praeco - Künder der christlichen Religion
  • Patronus totius Europae - Patron ganz Europas

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